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Martin

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1

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 12:49

Zu hoher Nitrat Wert

Hallo zusammen,

musste bei meinen Wassertests in den letzten Tagen feststellen, dass ich einen zu hohen Nitrat Wert im Becken habe, obwohl ich Wöchentlich ca. 50% des Wassers erneuere. Der Nitrat Wert sollte ja wenn möglich unter 50mg/Liter sein, doch konnte ich bei meinen letzten Messungen einen Wert von fast 100mg/Liter feststellen.
Selbst nach einem Wasserwechsel lag dieser bei 80mg/Liter.

Der genaue Grund ist mir auch noch nicht ganz klar, habe auch das Leitungswasser getestet, und einen Wert von 40mg/Liter festgestellt.
Was meien Filteranlage angeht, war ich eigentlich bisher immer voll zufrieden, vorallem da ich auch bisher noch nie Nitrit festgestellt habe.
Filtere mein 800 Liter Becken mit zwei Eheim Außenfiltern Prof III, die ich komplett mit Syporax befüllt habe, und den üblichen Filtermatten. Dazu kommen noch zwei Eheim Powerhead Innenfilter für die Filterung des groben Schmutzes. Insgesamt komme ich so eine Filterung von ca. dem 3fachen Beckeninhalt pro Stunde. (Höhenverlust der Außenfilter berücksichtigt).

"Überbesetzt" ist das Becken meiner Meinung nach auch nicht, da ich ein Paar Reticulata (20cm/27cm), 7 halbwüchsige (12-17cm) Temporale, und einen Elfenwels darin halte.

Wollte mich erkundigen ob es ein gutes Filtermaterial zur Senkung des Nitrat Wertes gibt?! Habe heute schonmal in meiner Zoohandlung nachgesehen, und dort wurde mir von JBL eine Mischung aus gebranntem Ton, und speziellen Harzen empfohlen, würde dies eurer Meinung nach etwas bringen?! oder gibt es noch andere besser Möglichkeiten?

Es könnte natürlich auch sein, dass es an meiner Methode zu messen liegt?! Messe mit den normal üblichen Reagenzen und Tröpfchen, wobei sich selbst bei einer Verdünnung von 5ml AQ Wasser + 15 Liter Destillirtem Wasser aus der Apotheke, das Reagenz hell rot färbte.
Den Tieren geht es zwar blendend, sie fressen und sind muntern. Jedoch beunruhigt mich das ganze ein wenig, währe deshalb sehr dankbar für ein paar Ratschäge (oder auch Belehrungen ;) ) von euch!

Grüße
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Martin« (10. Oktober 2007, 12:52)


Perlenmann

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2

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 13:12

Hallo Martin,
hier mein Vorschlag:
1.Kauf dir Nitratmessstäbchen von Merck.Das sind die einzigsten die gut messen in der 30 Euro Region.
2.Schmeiß die Filtermatten weg
3.Wenn wirklich 40 mg aus der Leitung kommen, wirst du bei einem totalwasserwechsel auf maximal 40 mg kommen(Logisch!) Ich halte das schon für zuviel. Optimal ist 5 mg.
Bei dieser Konstellation empfehle ich Dir dringend die Anschaffung eines Nitratharzfilters. Dieser muss ausreichend dimensioniert sein. Ich würde mind. 10 Liter Harz nehmen. Wichtig!! Es gibt nachweislich keine besseres Harz, als das von Kahesch(selectiv).
Alles weitere wird kein auf Dauer befriedigendes Ergebnis liefern.
Ganz klar gesagt: kein"Filtermaterial ist in der Lage Nitrat abtzbauen,sondern nur Nitrit in Nitrat umzuwandeln.
Um Nitrat aus dem Aquarium zu entfernen, muss man entweder Wasser wechseln(wenn das Leitungswasser nitratarm ist. Bei mir kommt Wasser mit max.3 mg aus der Leitung) oder Über Harze filtern.
Grüße Thomas
Messe den Menschen nicht nach seinen Reden, sondern nach seinen Taten.

3

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 13:14

Hallo Martin,

auch wenn ich mich jetzt vll. bei manchen unbeliebt mache.

Zitat

Der Nitrat Wert sollte ja wenn möglich unter 50mg/Liter sein, doch konnte ich bei meinen letzten Messungen einen Wert von fast 100mg/Liter feststellen.
Selbst nach einem Wasserwechsel lag dieser bei 80mg/Liter.

Umso geringer umso besser, ist wohl richtig.
Trotzdem denke ich das solche Werte in Großfischbecken mit entsprechendem Stoffwechsel und Fütterung gar nicht so selten sind wie es oftmals dargestellt wird.

Zitat

Den Tieren geht es zwar blendend, sie fressen und sind muntern. Jedoch beunruhigt mich das ganze ein wenig, währe deshalb sehr dankbar für ein paar Ratschäge (oder auch Belehrungen Augenzwinkern ) von euch!

Da ich nichts von der Wasserwertehysterie halte die teilweise so in Internetforen getrieben wird und Du selbst sagst das es Deinen Fischen sehr gut geht, Du Deine regelmäßigen Wasserwechsel machst würde ich erstmal ganz locker bleiben.

Und bevor Du jetzt mit teuren Filtermedien anfängst zu spielen, die meist eh mehr Geld kosten als sie an Effekt mit bringen, dann häng lieber 2 mal in der Woche den Wasserschlauch in Becken und entferne so zusätzlich organische Stoffe.

NO3 ist einfach ein leicht zu messender Wert. Aber ob dieser wirklich so schädlich ist auf die Fische wie vielerorts behauptet und nicht vll. etwas ganz anderes Wachstumshemmend auf Jungfische ist was wir nur mit unseren Mitteln gar nicht nachweisen können, lass ich mal dahin gestellt.

Lass Dich jetzt erstmal nicht von einer Zahl die zu jetzt mal zufällig durch eine Messung abgelesen hast verunsichern und Dir Dein eigenes beobachtungs Bild von fiten Fischen vermiesen. Gerade wenn es sich in Anführungsstrichen "nur" um Nitrat handelt.

Viele Grüße
Frank

Perlenmann

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4

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 13:54

Hallo Frank,
mit deinen Tips löst sicherlich nicht das Grundproblem, was Martin hat. Zu hohe Nitratwerte im Wasser!
Rochen, die auf Dauer in Wasser mit zu hohen Nitratgehalten gepflegt werden(wie hier ca. 80 bis 100 mg), haben früher oder später Probleme. Es gibt Rochen, die bei Nitrat über 40mg pro Liter das fressen einstellen! Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten.
Um, wie du richtig angebracht hast,Fehleinkäufe zu vermeiden, habe wie oben geschrieben ja eindeutig ein Filterprodukt empfohlen, das das Problem lösen wird.
Ich sage es nochmals deutlich:HOHE NITRATWERTE SIND EIN PROBLEM!
Das hohe Nitratwerte das Wachstum hemmen, und ebenfalls niedrige das Wachstum fördern ist eine Tatsache, die Dir hier viele Züchter bestätigen werden.
Die beste Methode, die Wasserwerte gut zu halten, ist und bleibt der ausreichende Wasserwechsel. Wer sich mal mit den Kosten beschäftigt, schnell merken, das es dabei noch die günstigste Methode ist das Wasser auf Dauer reinzuhalten.
Es wundert mich immer wieder wie man sich Rochen für zum Teil mehrere Tausend Euro kauft, und dann am Equipment spart!
Grüße Thomas
Messe den Menschen nicht nach seinen Reden, sondern nach seinen Taten.

Martin

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5

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 13:58

Hallo,

@Thomas
Danke für die Vorschläge! Was wohl erstmal das sinnvollste währe, ist wirklich eine anständige Messmethode, weil wie ich finde das vergleichen der Reagenz Gläser auf der Farbskala wirklich zu ungenau ist. Selbst bei Tageslicht fällt es mir schwer zu sagen, ob das jetzt ein hellrot oder eher doch dunkler ist, und ist der Spielraum schnell mal 20 mg/ Liter unterschied. Werde sehen, dass ich diese Nitratmeßstäbchen her bekomme, und vorallem dann heraus kriege, welche Wert mein Leitungswasser denn genau hatt! Falls es sich zeigt, dass der Wert dauerhaft zu hoch aus der Leitung kommt, muss ich wohl reagieren!
Wollte es auf alle Fälle nicht so weit kommen lassen, dass meine Tiere nicht mehr fressen oder ähnliches. Ist dann so ein Tier überhaupt wieder ans Futter zu bringen, wenn dann (vielleicht zu spät) der Nitrat Wert gesenkt wird?

@Frank
Habe bisher auch dem Nitrat Wert keine allzu hohe Beachtung geschenkt, oder besser gesagt nicht andauern gemessen, da es meinen Tieren in dem Becken ja seit 2 Jahren blendend geht, und sie sich mitlerweile "regelmäßig" Paaren und vermehren. Und du hast schon recht, vielleicht mache ich mir jetzt vielleicht zu viele Sorgen obwohl es Ihnen gut geht aber es steht eben überall, dass ein zu hoher Nitrat Wert eben schädlich ist. (Wobei ich keinen erhöhten Algen Wachstum habe, und auch keine Pflanzen die kümmern könnten)
Panik wollte ich jetzt auch keine aufkommen lassen, ist natürlich die Frage, ob ich dann noch reagieren könnte, wenn die Fische anzeichen zeigen, dass es ihnen nicht mehr so gut geht?!
Danke für den Tipp mit dem absaugen, aber das geht bei mir "leider" ;) nicht, die zwei Innenfilter erzeugen eine so gute Strömung und Aufnahme des Schmutzes, dass der Sand immer blitz blank ist!
Währe natürlich auch gut, wenn meine Efeutute mal in die Gänge kommt, aber die Paar Wurzeln bringen anscheinend noch nicht viel!?

Währe eigentlich ein 2 maliger wöchentlicher Wasserwechsel von 50% ein zu großer Eingriff in das Biosysthem Aquarium?

Grüße
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Martin« (10. Oktober 2007, 14:04)


6

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 14:12

Hallo Thomas,

Zitat

mit deinen Tips löst sicherlich nicht das Grundproblem, was Martin hat. Zu hohe Nitratwerte im Wasser!

Nicht?

Ich habe doch geschrieben:

Zitat

Und bevor Du jetzt mit teuren Filtermedien anfängst zu spielen, die meist eh mehr Geld kosten als sie an Effekt mit bringen, dann häng lieber 2 mal in der Woche den Wasserschlauch in Becken und entferne so zusätzlich organische Stoffe.

Ich halte generell den Wasserwechsel in den meisten Fällen als aller beste Investition die auch sehr teures Equipment ersetz.

Zitat

Rochen, die auf Dauer in Wasser mit zu hohen Nitratgehalten gepflegt werden(wie hier ca. 80 bis 100 mg), haben früher oder später Probleme. Es gibt Rochen, die bei Nitrat über 40mg pro Liter das fressen einstellen! Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten.

Korriegiere mich wenn ich falsch liege.
Du bist in der Lage an organischer Belastung Nitrat zu messen. Sonst aber nichts. Und wenn sich Nitrat im Wasser ansammelt dann tun das sicherlich auch noch ganz andere nicht so leicht nach zu weisende Stoffe.
Wie kannst Du dann so konkret auf Nitrat schließen, wo Du A gar nicht mehr kennst, und B die anderen Stoffe in Ihren konzentrationen und Wirkungen auch nicht!?

Zitat

Um, wie du richtig angebracht hast,Fehleinkäufe zu vermeiden, habe wie oben geschrieben ja eindeutig ein Filterprodukt empfohlen, das das Problem lösen wird.

Solange ich einen Funktierenden Wasserhahn habe, halte ich das rausgeschmissenes geld.
Unten komme ich nochmal drauf zurück.

Zitat

Ich sage es nochmals deutlich:HOHE NITRATWERTE SIND EIN PROBLEM!
Das hohe Nitratwerte das Wachstum hemmen, und ebenfalls niedrige das Wachstum fördern ist eine Tatsache, die Dir hier viele Züchter bestätigen werden.

Die Bestätigung kenne ich nur zu genüge. Ich sehe das ja ähnlich, nur eben bin ich eher vorsichtig einzig und alleine dem Nitrat den Schuh anzuziehen.

Olaf Deters hat mal was schönes dazu geschrieben:
Quelle

Zitat

Nitrat entsteht ja im Aquarium nicht aus dem Nichts. Es ergibt sich zum größten Teil aus der Mineralisation von Futter. Wenn man jetzt so viel Nitrat im Aquarium hat das der Löffel darin steht, dann dürfte es auch an verschiedenen anderen Stellen klemmen. Wenn Fische in solchem Wasser nichts werden, was durchaus realistisch ist, dann kann es immer noch an verschiedenen anderen Dingen liegen die wir nicht beachtet haben, die aber mit dem Nitrat einhergehen.

Man könnte evtl. durch gewisse Überlegungen das weiter eingrenzen, aber ob das alles so passt bleibt offen, denn belegen könnte ich es nicht.

Dafür müsste man z.B. wissen ob wenigstens ein einigermaßen regelmäßiger Wasserwechsel erfolgt. Wenn ja und man hat dennoch viel Nitrat (>> 50 mg/ltr) im Aquarium, dann muss der Anstieg relativ schnell vonstatten gehen. Mineralisation bedeutet auch Sauerstoffverbrauch und so könnte eine Sauerstoffknappheit den Fischen die Laune vermiesen. Oder aber es kommt zu grenzwertigen Nitritwolken, denn Nitrit ist ja die zwangsläufige Vorstufe zu Nitrat. Das Nitrit haut die Fische nicht weg, aber es belastet sie. In beiden Fällen wäre es nicht das Nitrat gewesen.

Wenn kein regelmäßiger WW erfolgt und der Nitratwert ist sehr hoch, dann wird es komplizierter. Ohne WW müsste der Nitratwert ja eigentlich gegen Unendlich streben. Das tut er aber nicht, irgendwas hindert ihn daran. Das können massiv wüchsige Pflanzen sein und wenn es die nicht gibt, muss es an einer funktionierenden Nitratatmung liegen. Irgendwo im Aquarium muss die versteckt sein. Das heißt dann auch, dass sich andere Stoffen anreichern die mit dem Futter in das Aquarium gelangen, die Spurenelemente. Wenn deren Konzentrationen nicht mehr nur Spuren sind, kann auch das paracelsus-mäßig auf die Fische hauen.
Auch da wäre das Nitrat außen vor, obwohl es gegenwärtig ist.

Das Nitrat würde ich deshalb erstmal nur als indirekten Zeigerwert ansehen und die genannten 50 mg/ltr erscheinen mir plausibel zu sein.


Zitat

Die beste Methode, die Wasserwerte gut zu halten, ist und bleibt der ausreichende Wasserwechsel. Wer sich mal mit den Kosten beschäftigt, schnell merken, das es dabei noch die günstigste Methode ist das Wasser auf Dauer reinzuhalten.
Es wundert mich immer wieder wie man sich Rochen für zum Teil mehrere Tausend Euro kauft, und dann am Equipment spart!

Das ist ein Widerspruch in sich.
Zuerst sagst Du selbst, welcher Meinung ich ja auch bin, dass der Wasserwechsel das intensivste und konstengünstigste ist....
Also für was brauche ich dann noch teures Equipment?

Ich will die Sache hier keinesfalls verharmlosen. Ich möchte nur vermeiden das Martin jetzt in völlige Hektik verfällt und Probleme sich einredet die augenscheinlich "noch" nicht da sind.
Denn wie Martin seine Situation beschreibt fallen seine Tiere sicher nicht in den nächsten 3 Wochen tot um.

Deswegen mein Rat, ruhig und gelassen ran an das Festgestellte.
Und eine Erhöhung der Wasserwechselfrequenz ist da erstmal der Effektivste Weg.
Ja und das ist Fakt.

Viele Grüße
Frank

Nachtrag:
Hallo Martin:

Zitat

Währe eigentlich ein 2 maliger wöchentlicher Wasserwechsel von 50% ein zu großer Eingriff in das Biosysthem Aquarium?

Nein, mach nur!

Perlenmann

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7

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 14:26

Hallo Frank,
bei Martin kannst du das Problem leider mit Wasserwechseln nicht lösen., wenn er wirklich ein Ausgangsawsser hat, das schon mit 40 mg pro Liter belastet ist.
Deshalb rate ich dazu ein Harzfilter zu verbauen.
Der Wasserwechsel ist also nur was für Leute, die gutes Ausgangswasser haben. Ich kann mit der Methode(täglich Frischwasse) sehr gute Ergebnisse erzeugen.
Grüße Thomas
Messe den Menschen nicht nach seinen Reden, sondern nach seinen Taten.

8

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 14:42

Hallo Thomas,

Zitat

bei Martin kannst du das Problem leider mit Wasserwechseln nicht lösen., wenn er wirklich ein Ausgangsawsser hat, das schon mit 40 mg pro Liter belastet ist.

So gesehen hast Du da schon recht.

Martin schreibt allerdings oben:

Zitat

Es könnte natürlich auch sein, dass es an meiner Methode zu messen liegt?! Messe mit den normal üblichen Reagenzen und Tröpfchen, wobei sich selbst bei einer Verdünnung von 5ml AQ Wasser + 15 Liter Destillirtem Wasser aus der Apotheke, das Reagenz hell rot färbte.

Ich kenne nicht den Test den er benutz kann mir deshalb darunter auch nichts genaues vorstellen, unter der Farbe hell rot meine ich, es liest sich jedenfalls so dass Martin selbst unsicher in seinem Messergebnis ist.

Deshalb würde mich da mal die Online-Analyse des Wasserversorgers interessieren.

Und um das mal gewiss zu haben, ist Dein Rat sich nen anständigen Test zu besorgen, unser örtlicher Wasserversorger rät auch zu den Merck Tests, sicher mal ne Investition wert.

Viele Grüße
Frank

Martin

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9

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 15:09

Hallo Frank,

nochmal zu dem Test...
Bei diesem füllt man eben ein kleines Reagenz Glas bis zur 20ml Marke mit dem Aquariumwasser, und gibt dann 3 verschiedene Komponente hinzu. Nachdem man das ganze geschüttelt hatt, vergleicht man die Farbe auf der Skala (hellgelb bis dunkelrot). die erste Skala geht aber nur bis 50mg/Liter Nitrat, und wenn die Sache dann blutrot ist, heißt das der Wert ist höher und man muss den ganzen Spaß nochmal wiederholen. Dann aber mit 10ml AQ Wasser und 10 ml Destiliertem Wasser. Und auf einer anderen Skala vergleichen. Bei mir war dann die Farbe immer noch blut rot, aber die Skala ging diesmal auch wieder nur bis 80mg/Liter. Zu guter letzt habe ich den Test dann mit 5ml AQ Wasser und 15ml Destl. Wasser gemacht.
Dann hatte das Glas eine hellrote Färbung, und auf der Skala war zu lesen, bei hellrot 80mg/liter Nitrat. Nur leider ist bei diesem Test bei einer so hohen Verdünnung mit Destl. Wasser auf der Skala die nächste Stufe (also dunkel rot) 160mg/Liter.

Also mit der Methode ist wirklich der Nitrat Wert nicht genau zu ermitteln, wobei er ja gerade was das Leitungswasser angeht sehr sehr wichtig währe. Ich schau mal was sich herausfinden lässt, auch dass ich mal bei meinem Wasserversorger nachfrage.
Ich glaube aber die haben auch nur die Vorgabe einen gewissen Wert nicht zu überschreiten. Wie ist es eigentlich gewöhnlich, könnte es auch sein, dass z.b in gewissen Monaten (z. B. wenn die ganzen Bauern ihren Dreck auf die Felder kippen ;) ) der Nitrat Wert besonders hoch ist?!

Liebe Grüße
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Martin« (10. Oktober 2007, 15:14)


Woodstock

unregistriert

10

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 15:23

Hi,

die erste Methode u gutem Wasser ist der Wasserwechsel. 50%? IMO bei Rochen zuwenig. 100-150% halte ich fuer angebrachter (in der Woche! micht im Monat:)!).

Ich habe bei mir im leitungswasser einen so gut wie nicht nachweisbaren Nitratwert. Ich filtere trotzdem alle meine Becken über Nitratfilter. Nitrat ist nun einmal das Endprodukt in der Abbaukette. Dies zu entfernen kann einfach nicht falsch sein.

Bei 40mg/l im Leitungswasser halte ich einen Nitratfilter auch fuer angebracht. Mein Leoweibchen stellt ab ca. 40-50mg/l das Fressen ein. Die Motoros stoert es weniger. In keinem meiner Becken steigt der Nitratwert über 10mg/l. Mit dem Wasserwechseln halte ich es wie oben empfohlen.

Die zitierten Zeilen von Deters unterschreib ich blind. Allerdings nur bei 0815 Fischies und Becken. Die Ausscheidungen von Rochen übertreffen so ziemlich ales was ich bis jetzt gepflegt habe. Da nehm ich jede technische Hilfestellung gern an.

Kahesch ist wirklich das beste Harz!

11

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 15:48

Hallo Christian,

Zitat

Die zitierten Zeilen von Deters unterschreib ich blind. Allerdings nur bei 0815 Fischies und Becken. Die Ausscheidungen von Rochen übertreffen so ziemlich ales was ich bis jetzt gepflegt habe.

Ich finde der Vergleich hinkt.

Es geht ja um einen "Grenzwert" an Belastung. Der wird wohl in jedem Becken mit allen Fischen und Futter auch die von Dir gesagten 0815 Ausführungen zu erreichen sein.

In einem Rochenbecken tritt dieser Wert nunmal einfach nur schneller ein, da mehr Futter und Stoffwechsel, als in einem sehr schwach besetztem Becken was auch sehr gering gefüttert wird.

"Wenn" man sich schon auf einen Grenzwert festlegt, dann sicherlich nicht durch den Aspekt wie stark ein Fisch und sein gereichtes Futter das Wasser belastet sondern einfach nur in welchem Zeitraum.
Und danach gild es dann zu handeln, mit Wasserwechsel, oder von mir auch aus mit anderen Hilfmitteln.

Letzendlich gibt es dann noch den Punkt das es auch Unterschiede der Fische bzgl. Anspruch an frisches und sauberes Wasser gibt.

Und da gibt es mehr als genug Fische die hier jeder für Lebendfutter hält, oder auch als 0815, welche da aber doch weit aus penibler als Rochen sind.
Und wie Du selbst sagst scheint es da wohl auch unter den Rochen, also den verschiedenen Arten erhebliche Unterschiede zu geben.

Viele Grüße
Frank

Martin

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12

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 16:31

Hallo nochmal,

habe soeben mit einem netten Herren unseres Wasserversorgers ESB Südbayern gesprochen, und mir mal die genauen Werte geben lassen.

Das Wasser bei mir aus der Leitung hatt einen Nitratgehalt von 29,1mg/ Liter.
Dieser höhere Wert liegt daran, dass der Brunnen in unserer Nachbargemeinde von dem das Wasser kommt, anscheinend nicht so tief ist wie die meisten anderen Brunnen.

Der Wert ist jetzt zwar nicht so hoch wie von mir anfangs befürchtet, aber wohl trotzdem immer noch zu hoch, als dass ich auch selbst mit 100%igem wöchentlichen Wasserwechsel auf Dauer die richtigen Werte erziehlen könnte?!
Werde mir dann wohl mal alle eure Ratschläge zu Herzen nehmen, erstmal nicht in Panik verfallen, mir einen ordentlichen Tester fürs Aquariumwasser besorgen, testen wie weit ich mit höheren Wasserwechseln komme, und wenn das Problem dauerhaft nicht in den Griff zu bekommen ist, meine Filteranlage um eine Nitratfilter von Kahesch zu erweitern.
Welche Rolle bei der Senkung meines hohen Nitrat Wertes die Efeututen Wurzeln, die langsam aber sich mehr werden, spiehlen könnten, kann mir auch genau keiner sagen?!

Grüße
Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Martin« (10. Oktober 2007, 16:42)


13

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 17:31

Hallo Martin,

Zitat

Das Wasser bei mir aus der Leitung hatt einen Nitratgehalt von 29,1mg/ Liter.

Da der Grenzwert der Deutschen Trinkwasserverordnung bei 50mg/l liegt, behaupte ich einfach mal das es nicht gerade selten ist solch einen Wert aus der Leitung zu haben.

Laut der letzten Analyse meines Versorgers kommt bei mir auch 17,8 mg/l aus der Leitung.
(gemessen habe ich das schon ewig nicht mehr, gibt keinen Anlass)

Wenn ich jetzt nun recht haben sollte mit meiner oben genannten Behauptung... ?! ... und ich mir den von Thomas genannten Idealwert von 5 mg/l vor Augen führe, oder es einfach mal auf 25 mg/l hochschraube... Dann würde das ja bedeuten das ein Nitratfilter absolute Pflicht an jeden Rochenbecken ist, und diese Werte kaum mit Wasserwechsel (ausser täglich) in den Griff zu bekommen wären.

Wie und was jetzt nun Tatsache, Vermutung oder Gerücht ist und bleibt kann ich nicht 100% darlegen!

Lasse es aber einfach mal so im Raum gestellt.

Beste Grüße
Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frank Winter« (10. Oktober 2007, 17:32)


Woodstock

unregistriert

14

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 17:49

Hi,

ob Pflicht weiss ich nicht. Schaden tut er bestimmt nicht.

Nebenbei sieht das Wasser einfach nur tausendmal besser aus, da es wirklich kristallklar und ohne jegliche faerbung mit Nitratfilter ist. Ein kosmetischer Effekt der mir wichtig ist.

15

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 17:56

Hi Christian,

Zitat

Schaden tut er bestimmt nicht.

Da hast Du recht. Habe ich auch nie angezweifelt.

Zitat

Ein kosmetischer Effekt der mir wichtig ist.

Das soll Dir gegönnt sein. :D

... Hat aber mit dem Wohlbefinden der Tiere mit der Belastung des Wassers als Ursache nichts zu tun.

Viele Grüße
Frank

simon

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16

Mittwoch, 10. Oktober 2007, 22:03

Hi zusammen,
mein Ausgangswasser hat zum Glück <5mg/l, daher liege ich durch reichliche WW im Schnitt so bei 15-35mg/l je nach Becken und Zeit (die Aufzuchtbecken liegen immer um 15mg/l).

Der Grenzwert für Menschen (50mg/l) ist ja nicht frei erfunden, sondern es wurde biochemisch festgestellt, dass bei (deutlich) höheren Belastungen manche Stoffwechselketten gehemmt werden und somit z.B. schädliche Stoffe schlechter abgebaut werden können und sich im Organismus anreichern. Natürlich lässt sich das nicht direkt auf einen Rochen übertragen, zumal Temperatur und Enzyme nicht genau die gleichen sind, aber meiner Meinung nach sollte der Grenzwert von 50mg/l möglichst auch in einem AQ nicht überschritten werden.

Bei einem Ausgangswasser von >25mg/l bleibt da nur der tägliche WW oder eben Kahesch Harz(welches aber eben NUR Nitrat bindet, aber nicht Phosphat und anderes Zeugs was übers Futter so reinkommt!!! Das sollte man bedenken!)...

@Woodstook: Mein Wasser ist auch kritallklar und ohne Färbung: und ich muss kein Harz regenerieren... ich wechsle oft Wasser und habe UVC-Brenner an beiden größeren Becken je 11W das genügt völlig :)

Grüße, Simon
PS: bin jetzt erstmal ne Woche im offline-Land (Urlaub)...
Zucht und Pflege P. motoro "orange spotted" spec. Peru ( "Zwergmotoros", 2300 Liter Wasser im Haus verteilt...),
regelmäßig Nachzuchten abzugeben > Anfragen: zillich@gmx.de , URL: http://www.zillich.de - lg Simon Zillich

stephan ackerschott

unregistriert

17

Dienstag, 16. Oktober 2007, 13:53

Hey hey!!

Also folgendes... nachdem ich mir diese wirklich interessanten Beiträge zum Thema Nitrat, Wasserwechsel etc. durchgelesen habe.
Habe ich aber noch folgende Frage...

FALLS ich einen Nitratfilter ans Becken anschließen muß, da der Nitratwert zu hoch ist, und ich das nicht allein mit Wasserwechsel hinbekomme... hatt man mir einen Schwefelnitratfilter (z.B. von Ratz) empfohlen ... soweit so gut...

nun aber die Frage(n)... wenn ich irgendwas ins Wasser gebe, z.B. Vitamine, Medikamente, etc... und ich einen SNF angeschlossen habe, muß ich dann in diesem Zeitraum den Filter abklemmen? Ähnlich wie einen UVC???
Was haltet ihr von SNF im Vergleich zu Hartz-Filtern? Filtert Schwefen auch nur Nitrat oder auch PO4 ... ?

stephan ackerschott

unregistriert

18

Dienstag, 16. Oktober 2007, 13:55

Ups...was vergessen!

Habe ich das Richtig verstanden das man den Wasserwechsel verringern bzw. verzögern kann wenn man einen Nitratzehrer (Pflanzen, Efeue, NSF,...) und zusätzlich einen UVC (auf Teilentkeimnung) laufen läßt???


Ich gehe jetzt mal nicht von einem Überbesetzten Becken aus!!!

19

Dienstag, 16. Oktober 2007, 14:06

Hallo Stephan,

Zitat

Habe ich das Richtig verstanden das man den Wasserwechsel verringern bzw. verzögern kann wenn man einen Nitratzehrer (Pflanzen, Efeue, NSF,...) und zusätzlich einen UVC (auf Teilentkeimnung) laufen läßt???

das ist für mich der völlig falsche Ansatz.
M.E. geht nichts über den Wasserwechsel und es kann ihn auch nichts ersetzen.

Würde die von Dir genannten Sachen eher als (evtl. also nicht alles zwingend) hilfreiche Zusatzelemente zählen, wie das Christian ja auch schon gesagt hat.

Beste Grüße
Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Frank Winter« (16. Oktober 2007, 14:08)


Uwe Bolik

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Name: Uwe Bolik

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20

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 08:20

Hallo,

auf den Hinweis von Simon sollte man noch einmal eingehen...

Zitat

Bei einem Ausgangswasser von >25mg/l bleibt da nur der tägliche WW oder eben Kahesch Harz(welches aber eben NUR Nitrat bindet, aber nicht Phosphat und anderes Zeugs was übers Futter so reinkommt!!! Das sollte man bedenken!)...


Der Nitratgrenzwert laut Trinkwasserverordnung von 50 mg/l ist, wie Frank schon ausgeführt hat, als "Indikatorwert" für andere Stoffwechselprodukte zu sehen. Eine Entfernung "nur" von Nitrat bringt daher relativ wenig und verbessert die Wasserbelastung nur gering.

Ein interessanterer Ansatz für solches Wasser ist für mich der Osmosefilter. Hier wird mittels einer Druckerhöhungspumpe das Aquarienwasser durch eine Osmosemembran gedrückt und entsalzt (im Gegensatz zum üblichen Einsatz der Osmoseanlage direkt beim Wasserwechsel).

Viele Grüße

Uwe